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Donnerstag, 9. Juli 2015

Lösung für JunglehrerInnen in Sicht

Nachdem  die Empörung groß gewesen ist (siehe Bericht "Ohne Bachelor kein neues Dienstrecht"), die Medien in Vorarlberg darüber geschrieben haben und die Gewerkschaft der Pflichtschullehrer vehement interveniert hat, liegt nun ein positives Ergebnis für zukünftige LehrerInnen mit noch fehlendem Bachelor vor.

Hier nun der APA-Bericht:
Wien (APA) - Auf die Zuständigkeit der Länder und die Möglichkeit von Sonderverträgen verweist das Bildungsministerium bei Junglehrern, die bereits vor Abschluss ihres Studiums unterrichten. Das Ministerium will den Ablauf dafür nun vereinfachen. Die Gewerkschaft hatte geklagt, dass diese Junglehrer nicht wie alle anderen ab Herbst neu angestellten Pädagogen das neue Lehrerdienstrecht wählen könnten.

   Das neue Lehrerdienstrecht, das aufgrund der höheren Anfangsgehälter für Junglehrer attraktiv ist, gilt eigentlich erst ab 2019/20. Bis dahin haben neu eintretende Lehrer die Möglichkeit, unwiderruflich zwischen altem und neuem Dienstrecht zu wählen. Das gelte aber nicht für die Junglehrer ohne Abschluss, kritisierte die Lehrergewerkschaft, ihnen bleibe nur das alte Dienstrecht. Schon seit längerem unterrichten bei Lehrermangel kurz vor dem Abschluss stehende Studenten der Pädagogischen Hochschulen (PH) mit Sondervertrag an den Pflichtschulen.

   Im Bildungsministerium betont man, dass es für die Junglehrer "keinerlei Grund zur Sorge gibt". Die Lösung "liegt am Tisch", die zuständigen Länder müssten dies nur umsetzen, verweist Ressortsprecherin Susanne Preuer am Donnerstag gegenüber der APA auf die Möglichkeit von Sonderverträgen. Diese habe es per Einzelgenehmigung schon immer gegeben, etwa für Quereinsteiger, also wenn etwa bei Lehrermangel ein Wirtschaftswissenschafter an einer berufsbildenden höheren Schule Rechnungswesen unterrichte.

   Für solche Einzelgenehmigungen benötige es die Zustimmung des Bundeskanzleramtes. Auch jetzt sei über solche Einzelverträge für Junglehrer ohne fertigen Abschluss die Aufnahme ins neue Dienstrecht möglich. Konkret müsse der Landesschulrat dem Bildungsministerium melden, für welche Pädagogen ein Sondervertrag benötigt wird und das Ministerium diese Verträge durch das Bundeskanzleramt bestätigen lassen.

  
  "Um diesen Ablauf für die Länder zu vereinfachen sind wir in enger Abstimmung mit der Gewerkschaft in Gesprächen mit dem Bundeskanzleramt für eine Generalvollmacht für solche Sonderverträge", sagte Preuer, die einen Abschluss in Kürze erwartet.

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