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Donnerstag, 13. November 2014

Pendlerrechner und öffentlicher Verkehr

Manchmal versteht man die Welt nicht mehr, jedenfalls jene der Regierung. Da wurde der Pendlerrechner eingeführt, der - so hört man hinter vorgehaltener Hand - den Finanzbeamten eine gehörige Portion Mehrarbeit abverlangt und außerdem die Verwendung des öffentlichen Verkehrs nicht gerade wohlwollend unterstützt. Hier das Beispiel eines Vorarlberger Lehrerkollegen:

Jahrelang ist diese Lehrperson von zu Hause mit dem Bus zum Bahnhof und dann mit dem Zug zur Schule gefahren. Er hatte Anspruch auf das kleine Pendlerpauschale. Mit der Erfindung des Pendlerrechners wird der Kollege nun plötzlich aufgefordert, dass er mit dem eigenen Auto zu einem weit entfernten Bahnhof fahren und dort dann in den Zug steigen soll. Die Fahrt mit dem Bus zum Ortsbahnhof wird nicht mehr akzeptiert. Aufgrund dieser Berechnung rutscht der Kollege genau unter die 20-km-Grenze. Pendlerpauschale ade. Eine Beeinspruchung des Ergebnisses ist nicht möglich. Dass sich die besagte Lehrperson gefrotzelt fühlt, ist mehr als nachvollziehbar.

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