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Sonntag, 15. Dezember 2013

Akademikerkinder und Experten

Untersuchungen zeigen es ganz klar: In Österreich wird die Bildung "vererbt". Kinder aus der sozialen Unterschicht haben weniger Chancen, ein Studium zu absolvieren als jene der Mittel- und Oberschicht. Und was war die Antwort des ehemaligen Wissenschaftsministers darauf: Wenn man beklage, so Töchterle, dass Arbeiterkinder weniger Chancen zum Studieren hätten, könnte man doch antworten, Akademikerkinder hätten weniger Chancen Facharbeiter zu werden.
Nehmen wir Töchterle beim Wort. Gesamtschule für alle, damit auch die armen Akademikerkinder die Chance haben, einen Lehrberuf zu ergreifen.

Experten sollen's richten
Der Ruf nach weniger Ideologie in der Bildungspolitik und mehr Experten ist unüberhörbar und wird auch von den Parteien verlangt. Nur meint dabei jeder die Ideologie des anderen. So ganz nebenbei sei auch die Frage erlaubt, wer denn bestimmt, welche Experten sich mit Bildungsfragen im Auftrag der Regierung beschäftigen dürfen. Gibt es wirklich jemand, der glaubt, dass es sich bei Schulexperten um ideologische Nullgruppler handelt? Wohl kaum. Aber der Standpunkt der Experten bestimmt die Expertise, was grundsätzlich nichts Verwerfliches ist. Doch genau darüber sollte man sich im Klaren sein.

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