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Montag, 4. März 2013

Leuchtturmschulen

Immer wieder werden einzelne Privatschulen im In- und Ausland als großartige Beispiele besserer Unterrichtspraxis dargestellt. So verteufelt der Bildungsexperte Andreas Salcher immer wieder das österreichische Schulsystem und präsentiert im gleichen Atemzug lobend die von ihm mitgegründeten Sir Karl Popper Schule. Doch dieser Vergleich ist unfair. Gern wird übersehen, dass es sich dabei um eine Privatschule für Hochbegabte handelt, die sich natürlich ihre SchülerInnen aussuchen kann.
Jede Mittelschule – Unterrichtsmethode hin oder her - könnte genauso glänzen, wenn sie sich ihr Klientel auswählen dürfte. 
Momentan wird auch die Evangelische Schule Berlin Mitte in den Medien als tolles Beispiel für Schule beworben. Ihre Leiterin Margret Rasfeld soll im Frühjahr 2013 sogar in Vorarlberg ihr Schulmodell vorstellen. Auch hier handelt es sich natürlich um eine Privatschule, die sich ihre Kinder aussuchen kann.
Die österreichische Schule, die sich mit allen Kindern beschäftigen muss, benötigt ein System, das auch allen Schülern und Eltern gerecht wird und da können wir kaum von solchen privaten „Leuchtturmbeispielen“ profitieren, die nur in einem geschützten Bereich gut funktionieren.

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