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Donnerstag, 7. März 2013

86 % der Vorarlberger VS-Lehrer haben unterschrieben

Unterkofler übergibt LR
Mennel die Unterschriften
(Presseaussendung) Ein kräftiges Zeichen setzten die Volksschullehrer in Vorarlberg. Die von einem überparteilichen Personenkomitee ins Leben gerufene Aktion "Rettet die Volksschule" wurde von über 1500 Volksschullehrern unterschrieben, das entspricht 86 Prozent. Bei der Übergabe der Unterschriften durch Lehrergewerkschafter Gerhard Unterkofler an die Schullandesrätin Bernadette Mennel waren zehn Personen des Komitees anwesend.


--> Forderungskatalog
--> Zeitungs- und Fernsehberichte

Ergebnisse
In der Volksschule sind momentan 1750 LehrerInnen aktiv, davon haben 1504 unterschrieben. Dazu kommen noch 977 Unterschriften von Lehrpersonen anderer Pflichtschulen. Auch 60 Studenten der Pädagogischen Hochschule in Feldkirch unterstützten diese Aktion.
Für Gerhard Unterkofler, einer der Initiatoren der Kampagne, ist dieses Ergebnis sehr erfreulich und zeigt, dass in der Volksschule die Situation äußerst brenzlig ist. "Wenn 85 Prozent der Volksschullehrer unzufrieden sind, dann kann die Politik nicht einfach so weitermachen wie bisher. Jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden", so der Gewerkschafter. Die Forderungen der Volksschullehrer kämen LehrerInnen wie auch Schülern zugute.



Taten gefordert
Die Volksschullehrer fordern jetzt die Bildungspolitik im Land und im Bund auf, konkret und spürbar auf dieses Ergebnis zu reagieren. Ohne zusätzliches Geld wird es allerdings nicht gehen. Unterkofler wünscht sich, dass einige Punkte noch vor den Wahlen umgesetzt werden. Zum Beispiel freie Stundenkontingente wie in der Mittelschule, Ausbau der Ganztagesklassen, zwei Pflichtjahre Kindergarten mit Sprachförderung, gleiche Bezahlung von MittelschullehrerInnen und VolksschullehrerInnen im neuen Dienstrecht.

Erste Erfolge in Wien
Zufrieden zeigt sich Unterkofler, dass im Parlament die Parteien bereits auf die Vorarlberger Aktion reagiert haben. "Anfang April gibt es dort die erste Sitzung des Unterausschusses zum Thema Volksschule. Daran wird Bernd Dragosits als Schulexperte teilnehmen."
Außerdem habe Siegi Stemer, der neue Berater der Unterrichtsministerin, in seinem Konzept zur Frühförderung einige Punkte des Forderungspaketes übernommen.

Direktoren, Personalvertreter und Gewerkschafter im Büro von
Schullandesrätin Bernadette Mennel


Gespräche mit Mennel
Mit Landesrätin Bernadette Mennel sei bereits nächste Woche, so Unterkofler, ein Gesprächstermin vereinbart worden, an dem Direktoren, Personalvertreter und Gewerkschafter teilnehmen werden.
Bei diesem Gespräch wird ausgelotet, welche Forderungen das Land verwirklichen kann. Unterkofler gibt klar zu verstehen, dass man dabei nicht akzeptieren könne, wenn das Land alles auf den Bund hinausschiebe. Um schnelle Verbesserungen bewirken zu können, bedarf es intelligenter Lösungen, die zwischenzeitlich vom Land finanziert werden müssten. Außerdem erwarte man sich von Frau Mennel, dass sie sich bei Finanzministerin Maria Fekter und Unterrichtsministerin Claudia Schmied vehement für diese Vorarlberger Forderungen einsetze.

Mennel zeigt Verständnis
Schullandesrätin Bernadette Mennel zeigte sich überrascht über die große Anzahl der Unterschriften und machte in ihrem Statement klar, dass sie die Nöte der Volksschullehrer sehr wohl kenne und selbstverständlich bereit sei, mit Vertretern des Personenkomitees Gespräche zu führen. Es müsse aber klar sein, dass der Bund nicht aus seiner Verantwortung entlassen werden dürfe. Mennel versprach außerdem, in einem Brief an die Finanzministerin und Bildungsministerin die Vorarlberger Forderungen zu unterstützen.

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