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Sonntag, 2. Dezember 2012

Rot, Schwarz, Grün und die Schulbildung

Dienstrechtsverhandlungen sind in Österreich bei der parteipolitischen Konstellation nicht einfach. Die ÖVP-dominierten Lehrergewerkschafter haben sich auf die rote Unterrichtsministerin eingeschossen und beinahe wöchentlich gibt es mediale Ohrfeigen. Andererseits wird die ÖVP-Finanzministerin, die kein zusätzliches Geld lockermachen will, mit Samthandschuhen angefasst.
Claudia Schmied will sich beim neuen Dienstrecht (wenn es um finanzielle Nachbesserungen geht) nicht mehr den schwarzen Peter zuschieben lassen und verlangt eine gemeinsame Regierungsposition, in der auch Fekter eingebunden werden müsse. Gut so.
Doch ganz nebenbei ist Ministerin Schmied ins nächste Fettnäpfchen gestiegen. Während sie die Jahre zuvor schöne Worte für die Schulpartnerschaft fand, ist sie nun auf einmal der Meinung, dass die Lehrer bei der Ganztagesschule nicht mehr gefragt werden sollen. Obwohl der ÖVP-Gemeindebundpräsident derselben Meinung ist, wird schlussendlich die rote Ministerin als Buhfrau übrig bleiben.
Inzwischen ist deutlich geworden, dass für die Zukunft der Bildung in Österreich viel von der nächsten Nationalratswahl abhängt. Die SPÖ hat beim letzten Parteitag ganz klar beschlossen, dass bei einer zukünftigen Koalition die Gesamtschule zur Koalitionsbedingung gemacht wird. Die Haltung der Grünen ist auch eindeutig. Daraus ergibt sich folgendes: Bei jeder Koalition, in der Rot und/oder Grün beteiligt sind, wäre der Weg zur Gesamtschule frei.

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