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Donnerstag, 31. Mai 2012

Vergessen wir die Volksschule nicht!


Nachdem mit dieser ÖVP kein gerechter Bildungsstaat zu machen ist, sollte jetzt der Schwerpunkt besonders auf die Volksschulen gelegt werden. Als bereits existierende Gesamtschule muss sie all jene Ressourcen endlich erhalten, die für eine gut funktionierende Gemeinsame Schule benötigt werden:
Klassen mit maximal 20 SchülerInnen, Doppelbesetzung zumindest in den ersten beiden Jahren. Der Leistungsunterschied in den Volksschulklassen ist so groß, dass er von einer LehrerIn kaum gemeistert werden kann. Auch die VS braucht zusätzliche Stunden für Teamteaching, Springerkontingente, mehr Beratungslehrer, Stundenkontingent für verhaltensaufällige Kinder, Sofortmaßnahmen für verhaltensaufällige Kinder in Akutsituationen, mehr Betreuungsplätze in der Carina, beste räumliche und lehrmittelmäßige Ausstattung. Wenn nun die Volksschule in den nächsten Jahren zu einem tollen vorbildhaften Modell für eine Gesamtschule wird, würde wohl manchem Zweifler der Gemeinsamen Schule in der Sekundarstufe I der Wind aus den Segeln genommen werden.
Auf keinen Fall darf es eine finanzielle Abwertung der VolksschullehrerInnen geben, wie dies in dem von der Regierung vorgelegten Gesetz zum neuen Dienstrecht vorgesehen wäre. Ein Grundgehalt für alle Lehrerpersonen, der dann mit Zulagen aufgefettet wird, geht an den VolksschullehrerInnen leider völlig vorbei. Laut Gesetzesvorlage gibt es für VS-Lehrer so gut wie keine Möglichkeit an den "Zulagentrog" zu kommen. Oder liegt die Ursache für diese finanzielle Benachteiligung darin, dass die Regierung eventuell plant, die zukünftigen VS-Lehrer nicht zum Master sondern nur zum Bachelor auszubilden? Damit wird es aber noch schwerer werden, Männer für den Lehrerberuf zu gewinnen. Dem darf die Gewerkschaft auf keinen Fall zustimmen.

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