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Mittwoch, 22. Februar 2012

Mittwochsinfo: Schulleiter sind weiterhin "erste Supplierreserve"

Hin und wieder werden wir Personalvertreter und Gewerkschafter gefragt, ob eine freigestellte Schulleiterin bzw. ein freigestellter Schulleiter immer noch eine unbezahlte Supplierverpflichtung hätten. Um etwas Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen, habe ich eine schriftliche Anfrage an die Rechtsabteilung der GÖD in Wien gerichtet. Laut  Antwortschreiben gilt somit weiterhin, dass die Direktorin/der Direktor die "erste Supplierreserve" einer Schule ist.

Dazu heißt es im Schreiben:
  1. Aufgrund der nicht geänderten gesetzlichen Grundlage des § 51 Abs. 7 LDG bleiben freigestellte Schulleiter weiterhin erste Supplierreserve.
  2. Die Folge daraus wäre, dass andere an der Schule tätige Lehrkräfte erst nach Erfüllung der Supplierverpflichtung des Schulleiters zur Supplierung herangezogen werden dürfen.
Die Rechtsabteilung gibt allerdings zu bedenken, dass das Gesetz möglicherweise auch dahingehend interpretiert werden könnte, wonach die Leiterin / der Leiter nur dann als erste Supplierreserve abwesende LehrerInnen vertreten muss, wenn nicht andere administrative Aufgaben notwendig sind.

Gewerkschaft für Änderung
Die Pflichtschullehrergewerkschaft tritt für eine klare Regelung ein. Sie hat deshalb auf dem Landestag 2011 folgenden Antrag mehrheitlich verabschiedet:

„Es wird beantragt, die Praxis der Supplierregelung für SchulleiterInnen zu überdenken und neu zu regeln. Insbesondere ist der Passus, wonach SchulleiterInnen im Rahmen ihrer Supplierverpflichtung erste Supplierrreserve sind, zu streichen. Die Supplierverpflichtung wird nicht generell abgelehnt, vielmehr soll die Leiterin/der Leiter die anfallenden Supplierungen den Erfordernissen entsprechend einteilen können.“

Grund: „Die derzeitige Supplierregelung führt häufig zu Problemen bei der schuladministrativen und bei der pädagogischen Arbeit.“

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