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Sonntag, 26. Februar 2012

Neue Mittelschule: Frust in Vorarlberg

Geschenk des Unterrichts-
ministeriums
Jetzt rächt es sich, dass Vorarlberg in Sachen NMS mit tatkräftiger Unterstützung der Ländle-ÖVP-Schulpolitiker unbedingt einen separaten Weg gehen wollte und gegangen ist. Nachdem nun der Schulversuch des Bundes, der sich sehr wohl von den zahlreichen Ländle-Modellen unterscheidet, ins Regelwesen übernommen wird, nimmt das Unterrichtsministerium natürlich keine Rücksicht auf die Vorarlberger Extrawürste.
Die kritischen Stimmen, die von diesem Vorarlberger Alleingang gewarnt haben, scheinen nun bestätigt zu werden. Büßen müssen es allerdings die Lehrpersonen und DirektorInnen, die mit viel Arbeit und gutem Willen ein eigenes Modell geschaffen und den Eltern erklärt haben und nun feststellen müssen, dass von heute auf morgen die österreichweit eingeführte Neue Mittelschule oft überhaupt nichts mit ihrem Modell zu tun hat. Den Unmut kann ich nur zu gut verstehen. Die Unmutsäußerungen sollten allerdings ins Vorarlberger Landhaus geschickt werden, wo man unbedingt ein Vorarlberger Modell haben wollte und - wie manche meinen - 52 verschiedene Modelle akzeptiert hat.
Na gut, ein wenig Schuld trägt das Unterrichtsministerium schon auch. Immerhin haben die dortigen Verantwortlichen oft beide Augen zugedrückt und alle Ländle-Sonderwege geduldet. Wahrscheinlich deshalb, weil damit die Ministerin den ÖVPlern im Bund den konservativen Wind aus den Segeln nehmen wollte: "Schaut's doch in den Westen! Die Schwarzen in Vorarlberg machen bei der Neuen Mittelschule auch mit."
Sicher ist jedenfalls, dass das neue Gesetz für die Neue Mittelschule erst im Mai fix und fertig sein wird. Die Klage der KollegInnen, wonach man dann nur noch wenig Zeit habe, alles umsetzen zu können, kann ich nachvollziehen. Da wird es wohl Übergangslösungen geben müssen.

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