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Montag, 27. Februar 2012

LehrerInnen in der Krankheitsfalle

Ach ja, da wäre noch folgender Artikel aus Deutschland: Auf der Homepage von WDR 5 heißt es, dass in unserem nördlichen Nachbarland weniger als zehn Prozent der LehrerInnen den gesetzlichen Altersruhestand erreichten. Nach neueren Studienergebnissen liegt der Anteil gesundheitsbedingter Frühpensionierungen von LehrerInnen in Deutschland bei 40 - 50 Prozent. Rund 50 Prozent der Erkrankungen fallen dabei in den Bereich Psychosomatik und Burn-out. Tendenz steigend.
Da wird es jetzt natürlich interessant, wenn "Experten" schon davon reden, das Pensionsantrittsalter auf 70 Jahre anzuheben. Diese Idee hätte sicherlich einen tollen Spareffekt für die Pensionskassen, denn kaum eine Lehrperson wird dieses Alter in der Klasse stehend erreichen. Und wer aus Krankheitsgründen in Frühpension muss, bekommt eine tüchtig abgespeckte Pension, die zum Überleben kaum reicht. Oder vielleicht sieht die Zukunft auch so aus:  Rollator, Pillenspender und gehirnunterstützende Assistenten für alle nicht mehr so merkfähigen Pädagogen als Normalausrüstung an unseren Schulen. Nicht zu vergessen: Im Konferenzzimmer eine Sauerstoffecke um die alten Hirnzellen etwas auffrischen zu können. Und wenn der schwedische Ministerpräsident schon davon spricht, das Pensionsantrittsalter mit 75 Jahren festlegen zu wollen, dann wird sich schon ein Experte finden, der gerade bei den LehrerInnen kein Problem darin sehen wird, da dieser Beruf doch vorwiegend weiblich ist und Frauen ja sowieso eine höhere Lebenserwartung haben.

Bemerkenswert, was der WDR auch noch zu berichten wusste: In der Schweiz könne es einer Lehrerin/einem Lehrer passieren, dass er/sie beim Abschluss einer Lebensversicherung einen besonders ungünstigen Tarif mit Risikoaufschlag bekomme. Denn statistisch gesehen ist die Lehrperson ja stark gefährdet zu erkranken.

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