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Freitag, 10. Februar 2012

Das Sparpaket in Zahlen

Das Sparpaket hat das Licht der Welt erblickt. Ich habe für alle Interessierten die Zahlen aus dem Finanzministerium (Presseaussendung) hier auf meinen Blog gestellt. Eine genaue Analyse, was dieses Sparpaket für uns LehrerInnen bedeutet, werde ich nach den Ferien nachliefern.
Wien (OTS) -

Umfang der Konsolidierung in Mio. Euro:
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                     2012    2013    2014    2015    2016    Summe
 Bund                 404   3.380   3.990   5.509   6.599   19.882
 Länder und Gemeinden 112     571   1.175   1.388   1.959    5.204
 Sozialversicherung    60     144     256     392     520    1.372
 Gesamtstaat          576   4.095   5.421   7.289   9.078   26.459
 in % des BIP        0,19    1,28    1,63    2,12    2,54
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Entwicklung des Defizits und des Schuldenstandes (Rundungsdifferenzen
möglich)
Strukturelles Defizit in % des BIP:
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                       2011    2012    2013    2014    2015    2016
 Bund                  -2,5   -2,12   -1,53   -1,29   -0,85   -0,63
 Länder und Gemeinden  -0,7   -0,46   -0,37   -0,28   -0,19   -0,10
 Sozialversicherung    +0,1   +0,02   +0,05   +0,08   +0,11   +0,15
 Gesamtstaat           -3,1   -2,56   -1,86   -1,50   -0,93   -0,59
~
Schulden in % des BIP:
~
                       2011   2012   2013   2014   2015   2016
 Bund                  62,8   65,0   65,4   64,7   63,2   61,5
 Länder und Gemeinden   9,0    9,5    9,8    9,9    9,8    9,4
 Sozialversicherung     0,3    0,3    0,3    0,2    0,0    0,0
 Gesamtstaat           72,2   74,8   75,4   74,7   73,1   71,0
~
Dienstrecht und Verwaltung (2.544mio)
Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst (Bund)
 - ausg. Exekutive, Richter/innen, Staatsanwält/innen, Justizwache, 
   Lehrer/innen, Finanzpolizei; Aufnahmestopp bis 2014 (keine 
   Nachbesetzung von Pensionsabgängen)
 - 2012: 41,8 Mio., 2013: 94,4 Mio., 2014 ff: 111,6 Mio.
Streichung verlängerter Dienstplan (41. Stunde BMLVS u.a.)
 - Neu Organisierung der Dienstpläne
 - 2012 zur  Hälfte wirksam, ab 2013 voll wirksam.
 - 2012: 8 Mio., 2013 ff: 16 Mio. 
Dienstzeitmanagement Exekutive
 - Reform des Mehrdienstleistungssystems 
 - 2012: 4,4 Mio., 2013: 19 Mio., 2014 ff: 42,2 Mio. 
Nulllohnrunde 2013 und Moderate Gehaltsanpassung 2014 
 - 2013: 206 Mio., 2014: 253 Mio., 2015 ff: 311 Mio.
Kürzung der gestaltbaren Ermessensausgaben inkl. Zuschüsse
 - 2012 ff: 170 Mio.
Interministerielles Flächenmanagement
 - 1% der derzeitigen Fläche einsparen - BIG Reform
 - Synergie BIG & BHÖ; Verkauf von Liegenschaften
 - 2015 ff: 150 Mio.
E-Government Offensive
 - Zusammenführung der Register, Unternehmensserviceportal  (USP):
   USP als Verwaltungsreformtreiber, Optimierung der Meldeprozesse
   mit Fokus auf Entlastung der Verwaltung, Registerharmonisierung;  
 - 2014: 2,5 Mio., 2015: 10 Mio., 2016: 20 Mio. 
Verbindliche Festlegung in der IT (Standards, Investitionen und
Strategie) 
 - 2013: 38,8 Mio., 2014: 59,2 Mio., 2015: 74,3 Mio., 2016: 82,5 Mio.
Zusammenlegung von Verwaltungseinheiten und sonstige Einsparungen;
z.B.
 - Zusammenlegung Staatsarchiv und Heeresgeschichtliches Museum
 - Integration Heereslichtbildstelle in den Bundespressedienst
 - Reduzierung Bezirksgerichte
 - Marchfeldschlösser GmbH als Tochter der Schönbrunn GmbH
 - Schaffung einer Österr. Verwaltungshochschule
 - Entminungsdienste BM.I und BMLVS zusammenlegen
 - Heeresspitäler schließen
 - 2012: 1,2 Mio., 2013: 16,7 Mio., 2014: 51,4 Mio., 2015 ff: 
   56,4 Mio. 
Pensionen - Arbeitsmarkt (7.259mio)
Moderate Pensionsanpassungen in den Jahren 2013 und 2014
 - 2013: 1%-Punkt geringer; 2014: 0,8%-Punkte geringer
 - 2013: 400 Mio., 2014: 720 Mio., 2015: 720 Mio., 2016: 720 Mio.
Kontogutschriftmodell ab 2014
 - Abschaffung der Parallelrechnung im dzt. Pensionssystem mit 
   Überführung der Pensionsansprüche im sog. Altrecht als 
   Kontogutschrift. 
 - 2014: 19 Mio., 2015: 42 Mio., 2016: 62 Mio.
Anhebung der Anspruchsvoraussetzungen in der Korridorpension und
"Hacklerregelung"
 - Erhöhung der Anspruchsvoraussetzung von 37,5 auf 40 
   Versicherungsjahre bei der Korridorpension und der vorzeitigen 
   Alterspension bei langer Versicherungsdauer
 - 2013: 77,4 Mio., 2014: 143,9 Mio., 2015: 168,3 Mio., 
   2016: 143,8 Mio.
Pensionen ÖBB
 - Die Frühpensionierungen bei der ÖBB werden reduziert
 - 2012: 35 Mio., 2013: 70 Mio., 2014: 105 Mio., 2015: 140 Mio.,
   2016: 175 Mio.
Beitragsharmonisierung im Pensionsrecht der gewerblichen und
bäuerlichen Wirtschaft
 - Sofortige Anhebung der Beitragssätze auf 18,5% im GSVG und 
   BSVG
 - 2013: 140 Mio., 2014: 136 Mio., 2015: 137 Mio., 2016: 141 Mio.
Systemumstellung bei der Invaliditätspension
- Statt einer I-Pension aufgrund von Berufsschutz werden unter 50-
   Jährige künftig in die Maßnahmen zur beruflichen Qualifikation 
   des AMS einbezogen. Dadurch wird das faktische 
   Pensionsantrittsalter längerfristig um 5 Monate ansteigen.
 - In den ersten Jahren führt dies zu Mehrkosten
Beitragsrechtsänderung im Pensionsrecht der gewerblichen Wirtschaft
 - Keine Absenkung der Mindestbeitragsgrundlage im GSVG
 - 2013: 9,0 Mio.  2014: 18,6 Mio.  2015: 28,2 Mio.  2016: 27,6 Mio.
Pensionen Struktureffekt
 - späterer Pensionsantritt durch Maßnahmenpaket:
 - 2013: 100 Mio., 2014: 100 Mio., 2015: 400 Mio., 2016: 600 Mio.
Pensionsvorschüsse
 - Durch die Umstellung des Bezugs von Pensionsvorschüssen auf einen 
   Bezug von Arbeitslosengeld/Notstandshilfe kann die 
   Wiedereingliederung von arbeitsfähigen Personen beschleunigt 
   werden. Daraus resultieren positive Arbeitsmarkteffekte und 
   positive Wirkungen auf das Pensionssystem in der dargestellten 
   Höhe:
 - 2013: 50,0 Mio., 2014: 71,5 Mio., 2015: 93,0 Mio., 2016: 94,5 Mio.
Maßnahmen zur Umsetzung des Bad Ischler Dialogs
 - Verstärkte Beratungsleistungen im Rahmen von Fit2Work, der Ausbau 
   von arbeitsmarktpolitischen Förderangeboten und von Angeboten zur 
   beruflichen Rehabilitation sowie die Möglichkeit, 
   Altersteilzeitgeld über das frühestmögliche Pensionsantrittsalter 
   hinaus zu beziehen, sollen positiv auf das faktische 
   Pensionsantrittsalter wirken:
 - 2013: -17,0 Mio., 2014: 11 Mio., 2015: 58 Mio., 2016: 140 Mio. 
Gebühr bei arbeitgeberbedingter Beendigung des Dienstverhältnisse
(Experience Rating)
 - Durch Bezahlung einer "Manipulationsgebühr" bei Kündigung eines 
   Arbeitnehmers durch den Dienstgeber sollen vor allem positive 
   Effekte in der Beschäftigung (und entsprechende fiskalische 
   Effekte) entstehen
 - 2013: 52,0 Mio., 2014: 75,0 Mio., 2015: 97,0 Mio., 
   2016: 119,0 Mio.
Entfall von Blockzeitvereinbarungen bei der Altersteilzeit
 - In Zukunft soll nur mehr die kontinuierliche 
   Arbeitszeitverkürzung, die eine individuelle Entlastung und 
   allmählichen Übergang älterer Arbeitnehmer in die Pension 
   unterstützt, gefördert werden.
 - 2013: 13,0 Mio., 2014: 42,0 Mio., 2015: 57,0 Mio., 2016: 74,0 Mio.
Anhebung des Beitragssatzes im Nachtschwerarbeitsgesetz (NSchG) von
2% auf 5%
 - 2013: 24 Mio., 2014: 25 Mio., 2015: 26 Mio., 2016: 27 Mio.
Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage in der Pensionsversicherung
 - 2013: 51,8 Mio., 2014: 53,9 Mio., 2015: 55,3 Mio., 2016: 57,4 Mio.
Anhebung des Tätigkeitsschutzes
 - Schrittweise Anhebung des Tätigkeitsschutzes
 - 2013: 32 Mio., 2014: 65 Mio., 2015: 166 Mio., 2016: 201 Mio.
ALV-Beiträge bis zum Pensionsanspruch
 - Die ALV-Beitragspflicht soll künftig bis zum Erreichen des für 
   eine Alterspension maßgeblichen Mindestalters gelten. 
 - 2013: 14,0 Mio., 2014: 38,5 Mio., 2015: 56,7 Mio., 
   2016: 193,9 Mio.
Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage in der ALV
 - 2013 wird die monatliche Höchstbeitragsgrundlage in der ALV 
   zusätzlich zur jährlichen Aufwertung um 90 Euro angehoben.
 - 2013: 12,6 Mio., 2014: 13,3 Mio., 2015: 13,3 Mio., 2016: 14,0 Mio.
Gesundheitsbereich (1.372mio)
Gesundheitsreform: Einsparungen SV
- Abschluss einer Vereinbarung gem. Art. 15a BV-G zwischen Bund, 
   Ländern und SV über ein gemeinsam vereinbartes 
   Zielsteuerungssystem betr. eine integrative Gesundheitsplanung 
   und Steuerung des stationären und ambulanten Bereichs.
 - 2012: 60 Mio., 2013: 144 Mio., 2014: 256 Mio., 2015: 392 Mio.    
   2016: 520 Mio.
Staatliche Unternehmungen, Förderungen (3.492mio)
ÖBB - Redimensionierung von Bauprojekten
 - 2012: 46,6 Mio., 2013: 158,9 Mio., 2014: 259,3 Mio., 
   2015: 212,3 Mio., 2016: 239,7 Mio. 
Striktere Kontrollen bei Forschungsprämien
 - Reduzierung des Einnahmenausfalls durch strengere Kontrolle der 
   indirekten Forschungsförderung:
 - 2012: 40 Mio., 2013: 40 Mio., 2014: 40 Mio., 2015: 40 Mio.,
   2016: 40 Mio. 
Förderpyramide
 - Eine Reform des Fördersystems und striktere Ausgabendisziplin 
   bringen mittelfristig Einsparungen:
 - 2015: 500 Mio., 2016: 500 Mio. 
Steuerliche Maßnahmen (Bundesanteil 4.935mio)
Schließung von Steuerlücken: 
 - Umwidmungsabgabe und Liegenschaftsbesteuerung für den Verkauf von 
   Grundstücken und Immobilien ausgenommen Hauptwohnsitze
   2013: 350 Mio., 2014: 450 Mio., 2015: 500 Mio., 2016: 750 Mio.
- Gruppenbesteuerung - Beschränkung der Verlustabschreibung bei 
   Gruppenmitgliedern und ausländischen Betriebsstätten
- Der nach österreichischen Vorschriften umgerechnete ausländische 
   Verlust darf maximal in Höhe des im Ausland ermittelten Verlustes 
   abgezogen werden.
   2012: 50 Mio., 2013: 75 Mio., 2014: 75 Mio., 2015 f: 75 Mio.
- Umsatzsteuer - Schließung von Steuerlücken:
   Mangels Vorsteuerabzugsberechtigung wurden Bauvorhaben 
   ausgegliedert, der volle Vorsteuerabzug geltend gemacht, 
   steuerpflichtig vermietet und nach 10 Jahren steuerfrei 
   vermietet. Der Vorsteuerabzug steht nur mehr zu, wenn der Mieter 
   vorsteuerabzugsberechtigt ist.
   2012: 100 Mio., 2013: 250 Mio., 2014: 250 Mio., 2015 f: 250 Mio.
- Umsatzsteuer - Verlängerung der Vorsteuerrückzahlung
   Unternehmer, die Gebäude nach 10 Jahren privat verwenden, müssen 
   in Zukunft einen Teil der erhaltenen Vorsteuern zurückzahlen. 
   2012: 30 Mio., 2013: 50 Mio., 2014: 50 Mio., 2015 f: 50 Mio.
- Umstellung der pauschalen Beihilfe auf eine 1:1 Förderung ab 2014:
   Sozialversicherungsträgern werden die nicht abziehbaren 
   Vorsteuerbeträge ab 2014 im Verhältnis 1:1 erstattet. 
   2013: 0 Mio., 2014: 100 Mio., 2015: 100 Mio., 2016: 100 Mio.
- Mineralölsteuer - Begünstigung bei Bussen, Schienenfahrzeugen und 
   Agrardiesel wird abgeschafft:
   Streichung der Steuerbefreiung für im Ortslinienverkehr 
   eingesetzte Fahrzeuge, der MöSt-Rückvergütung für 
   Schienenfahrzeuge und für Agrardiesel.
   2012: 70 Mio., 2013: 80 Mio., 2014: 80 Mio., 2015 f: 80 Mio.
Solidarbeitrag für Besserverdienende:
 - Gestaffelte Solidarabgabe befristet bis 2016 für Angestellte ab 
   184.000 Euro brutto/Jahr und Unternehmer ab einem Gewinn von 
   175.000 Euro
 - 2013: 110 Mio., 2014: 110 Mio., 2015: 110 Mio., 2016: 110 Mio.
Finanztransaktionssteuer:
 - Einführung einer Finanztransaktionssteuer:
 - Steuerpflicht für Verkäufer und Käufer; Einhebung durch  
   Finanzinstitute 
 - 2013: 0 Mio., 2014: 500 Mio., 2015: 500 Mio., 2016: 500 Mio.
Abgeltungssteuer:
 - Abgeltungssteuer Schweiz:
 - Besteuerung von Kapitalerträgen von österreichischen 
   Steuerpflichtigen auf Bankkonten und Wertpapierdepots in der 
   Schweiz.
   2013: 1.000 Mio., 2014: 50 Mio., 2015: 50 Mio., 2016: 50 Mio.
Kürzung von Förderungen:
 - Halbierung der Bausparprämie:
   Bausparprämie wird halbiert und beträgt künftig maximal zwischen 
   1,5% und 4%
   2013: 76 Mio., 2014: 76 Mio., 2015: 76 Mio., 2016: 76 Mio.
- Reduktion der Prämie bei der begünstigten Zukunftsvorsorge 
   befristet bis 2016:
   Prämie wird von 5,5% auf 2,75% gesenkt 
   2013: 43 Mio., 2014: 43 Mio., 2015: 43 Mio., 2016: 43 Mio.
Beitrag Länder und Gemeinden (5.204mio)
 - Länder und Gemeinden leisten ihren Beitrag zur Konsolidierung
 - Große Teile: Zielsteuerungssystem Gesund und Ertragsanteile
 - Ihr Beitrag beträgt 5,2 Mrd. Euro bis 2016
 - Innerösterreichischer Stabilitätspakt wird neu verhandelt
Rückfragehinweis:
   Bundesministerium für Finanzen, Pressestelle
   

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