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Dienstag, 17. Januar 2012

Ausbildung zu FreizeitpädagogInnen gestartet

(c) Uschi Dreiucker-pixelio
Vermehrt ganztägige Angebote an Schulen benötigen auch zusätzliches Personal. Dazu hat die Regierung den Beruf der FreizeitpädagogInnen ins Leben gerufen, die bei der Ganztagsbetreuung eingesetzt werden sollen. An der Pädagogischen Hochschule in Niederösterreich in Baden hat diese Ausbildung, an der 72 Personen teilnehmen, bereits begonnen. Ab Herbst ist diese Ausbildung auch an der PH Feldkirch möglich.
Der Kurs entspricht einem Arbeitspensum von etwa zwei Semestern. Für die TeilnehmerInnen ist die Matura keine Voraussetzung, allerdings müssen sie eine berufliche oder außerberufliche Vorbildung haben. Der Lehrgang ist kostenlos.
Im Gegensatz zu LehrerInnen ist laut Gesetz der Freizeitpädagoge nur für die sinnvolle Freizeitgestaltung zuständig. Für Hilfestellung bei Hausaufgaben oder Wiederholen von Lernstoff können weiterhin nur geprüfte Lehrpersonen eingesetzt werden. An Bundesschulen legt das Land das Gehalt fest, an Landesschulen die Gemeinde. In Wien beträgt das Einkommen am Anfang etwa 1900 Euro brutto.
Nationalratsabgeordneter Elmar Mayer (SPÖ) sieht den Ausbau an qualitativ hochwertigen Betreuungsplätzen an den Schulen von 105.000 auf 160.000 als wesentliches Zukunftsprojekt, da ganztägige Schulangebote die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern und teure Nachhilfe überflüssig machen. "Der Wechsel von Lern- und Förderangeboten mit Sport- und Freizeitmöglichkeit fördert die individuelle Entwicklung unserer Kinder und entspricht auch den Erkenntnissen moderner Bildungsforschung", betont der SPÖ-Bildungsprecher.

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