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Donnerstag, 15. Dezember 2011

Mittwochsinfo: Jubiläumszuwendung

Mit der Dienstrechtsnovelle 2011 gibt es ab 1.1.2012 nun auch Änderungen bezüglich der Jubiläumszuwendung nach 40 Dienstjahren. Auf diese Neuregelung hat die Bundesregierung bestanden, da sie damit das faktische Pensionsantrittsalter erhöhen will. Leider kursieren Gerüchte, wonach die Jubiläumszuwendung völlig abgeschafft worden sei. Dies ist nicht der Fall. Die Möglichkeit der Auszahlung der Jubiläumszuwendung bereits nach 35 Dienstjahren wurde allerdings eingeschränkt.


In aller Kürze:

  • Wichtig ist: Die Jubiläumszuwendung wurde nicht abgeschafft. Allerdings wurde die Möglichkeit der Auszahlung bereits nach 35 Dienstjahren eingeschränkt.
  • Nach einer Dienstzeit von 25 und 40 Jahren bleibt die Jubiläumszuwendung unverändert aufrecht. Die Auszahlung (2 bzw. 4 Monatsgehälter) erfolgt jeweils mit nächstem Jänner- bzw. Julibezug.
  • NEU: Bei den vorzeitigen Pensionierungen (Hacklerregelung, Korridorpension) gebührt in Zukunft die Jubiläumszuwendung nur bei Erreichen von 40 Dienstjahren. Konkretes Beispiel: Jemand möchte mit 62 Jahren in die Korridorpension gehen, aber erst mit 63 Jahren hätte er die 40 Dienstjahre für die Jubiläumszulage erreicht. Nach alter Regelung gebührt dieser Lehrperson die Jubiläumszulage, nach neuer Gesetzeslage nicht. Würde die Lehrperson allerdings erst mit 63 Jahren in Pension gehen, käme sie in den Genuss der Jubiläumszulage.
  • Bei Erreichen des Regelpensionsalters und mindestens 35 Dienstjahren steht einem die Jubiläumszulage ebenfalls zu.
  • Welche Zeiten werden angerechnet? Alle Dienst- und Vordienstzeiten, die zur Gänze für die Vorrückung zählen (z.B. öffentliche Schule, Pädak, Präsenz- bzw. Zivildienst). Vordienstzeiten mit halbwertiger Anrechnung (z.B. Dienstzeiten in der Privatwirtschaft) zählen nicht. Der sogenannte Überstellungsverlust wird abgezogen, das bedeutet: Der Stichtag für die Jubiläumszuwendung stimmt nicht mit dem Vorrückungsstichtag überein.
  • Ruhestandsversetzungen bis spätestens 31.12. 2011 sind von der neuen Rechtslage nicht betroffen.

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