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Montag, 10. Oktober 2011

Buchvorschlag: Die PISA-Lüge

Der PISA-Test wird allgemein als Qualitätsmerkmal von Bildungssystemen gesehen. Aber wie aussagekräftig ist dieses Ranking tatsächlich? Wer schon immer an den PISA-Ergebnissen gezweifelt hat, bekommt nun im neuesten Buch von Nikolaus Glattauer mit dem Titel "Die Pisa-Lüge" zumindest einige Fakten geliefert.

Der Autor deckt die Manipulationen rund um die PISA-Studie auf und bricht die PISA-Ergebnissse in provokant-witziger Manier auf den Schulalltag herunter.
Ein Kapitel befasst sich mit "PISA von A bis Z", ein anderes mit den größten 10 PISA-Lügen. Glattauer entlarvt sogar die veröffentlichten Rankings als Mogelpackung und er zeigt auf, wie mit den Migrantenkindern getrickst wird. So gebe es unter den Risikoschülern einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Jugendlichen mit Mifgrationshintergrund. Damit seien sie sehr wohl für das schlechte Abschneiden von Österreichs Jugendlichen verantwortlich. Aber solange diese Jugendlichen vom Schulsystem aussortiert würden und in Hauptschulen unter sich blieben, sei eine Änderung nicht in Sicht. Für Glattauer ist es notwendig, flächendeckend eine Ganztagesschule einzuführen, um gefährdete Jugendliche vor nachmittäglicher Verwahrlosung zu schützen, er fordert auch die Einführung der gemeinsamen Schule, außerdem sollten Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache nach einem Schlüsselsystem auf verschiedene Schulen aufgeteilt werden, um Integration wirklich zu ermöglichen.

Nikolaus Glattauer
Die PISA-Lüge
Verlag Ueberreuter
ISBN: 978-3-8000-7514-0
208 Seiten, gebunden, € 19,95

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