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Mittwoch, 15. Juni 2011

Sozialdemokratie in der Krise?

Es gab schon bessere Zeiten für die SPÖ. In den 1970er Jahren hatte die SPÖ über 700.000 Mitglieder, bei der EU-Wahl 2009 nicht einmal so viele WählerInnen. Zu dem Thema "Sozialdemokratie in der Krise?" lädt die SPÖ Rankweil und die Sozialistische Jugend zu einer Diskussionsveranstaltung mit Dipl-Ing. Alfred KohlbacherIm Anschluss an das Impulsreferat von Alfred Kohlbacher wird über die Perspektiven einer sozialdemokratischen Erneuerung diskutiert.
Zeit: Montag, 20. Juni 2011, 19 Uhr
Ort: Hotel Hoher Freschen in Rankweil
Warum tut sich die SPÖ so schwer, gerade jetzt, wo sichtbar geworden ist, was ungezügelter Neoliberalismus angerichtet hat. Warum kann die SPÖ die Finanzkrise nicht nutzen, war es doch sie, die immer wieder vor „unregulierten Märkten“ gewarnt, sozialdemokratische Errungenschaften verteidigt und dadurch die schlimmsten sozialen Folgen der Krise abgemildert hat.
Aus Verdruss und Verärgerung über ihre in den letzten 10 Jahren betriebene Politik hat der Souverän in weiten Teilen Europas die Sozialdemokraten abgewählt und die neue Rechte in die Regierungen gebracht. Wie kann die Sozialdemokratie diesen Trend stoppen und das verlorene Wählervertrauen zurückgewinnen?
Eine kantigere und mutigere Politik ist unverzichtbar.
Dipl.-Ing. Alfred Kohlbacher, 1935 in Salzburg geboren. Studium der Architektur an der TU Wien. Wissenschaftliche Arbeiten im Österreichischen Institut für Raumplanung und im Institut für empirische Sozialforschung. 25 Jahre Abteilungsleiter im Bundeskanzleramt. Aktivist in der Dritten Welt-Bewegung, Friedensarbeit und politisch aktiv in der SPÖ. Zeichner, Karikaturist, Buchillustrator mit zahlreichen Ausstellungen.

1 Kommentar:

  1. "Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schließlich den Bürgerkrieg, der erfahrungsgemäß mit unheimlicher Schnelligkeit zur Barbarei zurückführt. ...Wer es aber vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen, statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen..."

    Silvio Gesell (Geld oder Krieg)

    Wenn das Geld selbst fehlerhaft ist, gibt es keine wie auch immer geartete "Finanzpolitik", mit der sich der Zusammenbruch des Geldkreislaufs - und damit der gesamten Volkswirtschaft - aufhalten lässt. Das sollte sogar einem Politiker einleuchten; tut es aber nicht, denn...

    "Im Grunde ist Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits."

    Otto Valentin, aus "Warum alle bisherige Politik versagen musste", 1949

    Daran hat sich bis heute nichts geändert, während das exakte Wissen, um absolute Marktgerechtigkeit herzustellen und damit Wirtschaftskrisen, Massenarmut und Krieg generell zu vermeiden, schon seit dem Jahr 1916 zur Verfügung steht!

    "Ich glaube - und hoffe - auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten."

    Sir Arthur Charles Clarke (1917 - 2008), aus "Profile der Zukunft"

    Für die Überwindung der "Finanzkrise" und den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation bedarf es der "Auferstehung der Toten". Als geistig Tote sind alle Existenzen zu bezeichnen, die vor lauter Vorurteilen nicht mehr denken können. Werden Sie lebendig: http://www.deweles.de

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