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Donnerstag, 5. Mai 2011

Paukenschlag in der Gewerkschaft

Beim 16. Bundestag der GÖD PflichtschullehrerInnen stimmten die Delegierten von Rot, Grün und Schwarz einstimmig dem Initiativantrag der FSG für eine "Gemeinsame Schule aller SchülerInnen im Alter von 10 - 14 Jahren" zu.
Auch der fast gleich lautende Antrag zur Gemeinsamen Schule aus Vorarlberg wurde angenommen. Die  Nein-Sager-Fraktion in der ÖVP scheint weiter zu bröckeln. Für Gerhard Unterkofler, Vorsitzender der Vorarlberger Pflichtschullehrergewerkschaft, scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis auch die Hardliner in der ÖVP einknicken und die Gemeinsame Schule in Österreich verwirklicht werden kann.

Frischer Wind aus dem Westen
Die Vorarlberger Pflichtschullehrergewerkschaft ist schon im Jänner auf dem Landestag mit gutem Beispiel vorangegangen. Dort haben sich die schwarzen und roten Gewerkschafter einstimmig für die Gemeinsame Schule ausgesprochen.
"Als Vorsitzender der Vorarlberger Pflichtschullehrergewerkschaft freue ich mich natürlich, dass die Gewerkschaft hier endlich Einigkeit zeigt und sich von der Politik nicht weiter auseinander dividieren lässt. Die Gemeinsame Schule gereicht nicht nur den PflichtschullehrerInnen sondern vor allem den SchülerInnen zum Vorteil", so Gerhard Unterkofler. Dieser Erfolg zeige einmal mehr, dass sich die Überzeugungskraft und Beharrlichkeit aus dem Ländle gelohnt habe.

Initiativantrag der FSG:
"Der Bundestag der Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer fordert EINE gemeinsame Schule für ALLE SchülerInnen im Alter von 10 - 14 Jahren.

Begründung:
Die von der Koalition vorgesehene flächendeckende Einführung der NMS (Neuen Mittelschule) parallel zur AHS-Unterstufe droht zu einem weiteren Etikettenschwindel in Österreichs Bildungslandschaft zu verkommen.
Durch diese Vorgehensweise werden die PflichtschullehrerInnen Österreichs - trotz großer pädagogischer Reformbemühungen - zu LehrerInnen zweiter Klasse degradiert. Bestehende Ungerechtigkeiten im Schulsystem wie unterschiedliche Lehrverpflichtungen, unterschiedliche Besoldung, verschiedene Dienstrechte etc. werden prolongiert.
Die mit der NMS verbundene Qualität im Lernen und Lehren und die vermehrten Ressourcen müssen uneingeschränkt ALLEN SchülerInnen von 10 - 14 Jahren und ALLEN LehrerInnen in einem gemeinsamen Schultyp zu Gute kommen.

Kommentare:

  1. Die von ihnen hier aufgestellte Behauptung stimmt nicht. Am Bundestag wurde lediglich beschlossen, dass der Antrag in der Bundesleitung behandelt wird. Keinesfalls haben die Abgesandten der FCG der Einführung der Gesamtschule zugestimmt.
    MfG
    Liebhart Christoph
    Mitglied der Bundesleitung PflichtschullehrerInnen

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  2. Gerhard Unterkofler6. Mai 2011 um 20:43

    Siehe zu diesem Thema auch folgende Presseaussendung:
    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110506_OTS0117/fsggewerkschaft-der-pflichtschullehrerinnen-einstimmiges-ja-zu-einer-gemeinsamen-schule

    Peter Korecky hat dazu folgenden Kommentar geschrieben:
    Diese APA-Aussendung hat auch zu seltsamen "Reaktionen" geführt, die ich gar nicht kommentieren will. Tatsache ist, dass Euer Bundestag diesen Antrag einstimmig mit dem Kalkül 3 angenommen hat und das heißt "Annahme und Zuweisung an die Bundesleitung". Wer für die Bearbeitung dieses Antrags nun zuständig ist, ist völlig gleichgültig - Annahme bleibt Annahme
    Liebe Grüße Peter

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