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Freitag, 4. Februar 2011

Leserbrief: Aus der PISA-Studie lernen

Das schlechte PISA-Ergebnis für Vorarlberg sollte Anlass sein, endlich konkrete Maßnahmen zu setzen und nicht nur eine Arbeitsgruppe nach der anderen zu installieren. Die Eltern in die Pflicht zu nehmen, geht allerdings an der Realität vorbei. Die große Anzahl der bildungsfernen Eltern ist hoffnungslos überfordert.


  • Damit sprachliche und emotionale Defizite behoben werden können, benötigen wir die Kindergartenpflicht für Dreijährige und bestausgebildete sowie gut bezahlte Kindergartenpädagogen.
  • Zur Entlastung der überforderten Eltern bedarf es flächendeckender Ganztagsschulen.
  • Da die Grundlagen für ordentliches Schreiben, Lesen und Rechnen in der Volksschule gelegt werden, müssen diese bedeutend mehr Ressourcen an Stunden erhalten.
  • Die Einführung der Gesamtschule dient der guten Durchmischung von leistungsfähigen und schwachen Schülern, was einem positiveren Lernklima förderlich ist.
  • Dringende Unterstützung der Schulen beim Umgang mit Schülern, die im Verhalten Defizite aufweisen, durch zusätzliche außerschulische Hilfskräfte (Sozialarbeiter, Schulpsychologen, Beratungslehrer, Zweitlehrer, etc.).

Es muss alles getan werden, damit nicht weiterhin die soziale Herkunft eines Kindes darüber entscheidet, welche Zukunft ihm offen steht.
Wenn wir nicht sehr schnell handeln, wird die Neue Mittelschule immer mehr Jugendliche produzieren, die arbeitslos und frustriert sind, keine Perspektive haben und dann vermehrt in die Kriminalität abgleiten.

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