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Samstag, 29. Januar 2011

Offensive Bildungspolitik gefordert

Landestag der Vorarlberger Pflichtschullehrer-gewerkschaft am Donnerstag, 27. Jänner 2011 in Rankweil.
Die Delegierten verabschiedeten zahlreiche Anträge, unter anderem zum Thema Gesamtschule und Ganztagsschule. Wahl des neuen Vorsitzenden und seiner Stellvertreterinnen.


Schwarz und Rot für Gesamtschule und Ganztagesschule
In einer Reihe von Anträgen wurden u.a. mehr Ressourcen und Unterstützung vom Dienstgeber gefordert, damit die aktuellen Problembereiche der Schule wie Kinder mit Sprachdefiziten oder verhaltensschwierige Kinder besser betreut werden können. Einstimmig verlangen die Delegierten der Fraktion Christlichen Gewerkschaften (FCG) und der Fraktion Sozialdemokratischen Gewerkschaften (FSG) die zügige Einführung der gemeinsamen Schule der zehn- bis 15-Jährigen. Die Delegierten sind der Meinung, dass das derzeitige Schulmodell nicht mehr zeitgemäß ist.
Auch ein zügiger Ausbau der ganztägigen Schulformen mit entsprechender Infrastruktur wird per Antrag  gefordert.
Um dem Lehrermangel entgegenzutreten verlangen die Pflichtschullehrergewerkschafter für Quereinsteiger die Anrechnung ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit als Vordienstzeiten. Damit soll ein Anreiz für den Berufswechsel hin zum Lehrerberuf geschaffen werden.


Neuer Vorsitzender
Da Werner Nesensohn aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl antrat, wurde Gerhard Unterkofler als neuer Vorsitzender der Vorarlberger Pflichtsschullehrergewerkschaft gewählt. Zu seinen Stellvertreterinnen wurden Maria Taferner /FCG) und Angelika Baur (FSG) vorgeschlagen und mit großer Mehrheit bestätigt.

Offensive Bildungpolitik, keine Privatisierung der Schulen
Der neue Vorsitzende Gerhard Unterkofler wünscht sich, dass so schnell wie möglich ein neues Dienst- und Besoldungsrecht mit höheren Anfangsgehältern eingeführt wird. Zudem müsse man das Problem des Lehrermangels lösen. Unterkofler fordert auch die gemeinsame, universitäre Ausbildung aller PädagogInnen.
Unterkofler weiter: „Die Gewerkschaft darf sich in Zukunft nicht nur mit dem Dienstrecht auseinandersetzen, sondern sie muss sich auch den bildungspolitischen Themen stellen und eigene Vorstellungen und Ideen präsentieren. Wir müssen aus unserer defensiven Haltung herauskommen. Genauso ist es die Aufgabe der Gewerkschaft den Forderungen mancher Neoliberaler, die eine völlige Privatisierung des Schulsystems fordern, vehement entgegenzutreten.“

(Die Anträge werden demnächst auf diesem Blog veröffentlicht.)

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